FTTH-Projekt
 

Informationen zum aktuellen Glasfaser-Ausbau der Telekom in bad tölz


Worum geht es?

Die Deutsche Telekom AG hat angekündigt, einen Teil des Tölzer Stadtgebietes per FTTH / FTTB (d.h. Glasfaser bis ins Haus) auszubauen. Begonnen wurde bereits im Bereich Schlesierstraße / Sudetenstraße; im März startete der Ausbau im Badeteil. Bis Ende 2022 sollen laut dem Unternehmen große Teile des inneren Stadtgebietes (inkl. Altstadt) ausgebaut sein. Die Telekom spricht von insgesamt ca. 4.000 Haushalten. Das Besondere: Der Ausbau geschieht eigenwirtschaftlich, d.h. ohne Fördergelder von Bund oder Freistaat und ohne städtische Mittel.

Wie erfahre ich, ob ich im Ausbaugebiet liege?

Auf der Homapage des Unternehmens gibt es eine eigene Seite für die Adressprüfung. Hier erfahre ich, ob vorgesehen ist, das betreffende Gebäude anzuschließen. Parallel dazu kontaktieren Mitarbeiter von beauftragten Vertriebsfirmen die Hauseigentümer und Bewohner. Zum einen für den Abschluss von Verträgen, aber auch für eine Vereinbarung mit den Immobilieneigentümern. Erst diese erlaubt es dem ausführenden Bauunternehmen, auf den privaten Grundstücken Leitungen zu verlegen. Wer solche Gespräche nicht „an der Haustür“ führen möchte, der hat die Möglichkeit, die lokalen Telekommunikationsanbieter hierzu zu kontaktieren oder sich auf der Homepage zu informieren und dort sein Interesse zu bekunden.

Soll ich einen Vertrag abschließen?

Aus Sicht der Stadt ist eine Vereinbarung der Immobilieneigentümer über einen Hausanschluss definitiv zu empfehlen. Dabei handelt es sich zunächst nur um die Erlaubnis, dass dieser errichtet werden darf. Die Vereinbarung ist nicht zwingend mit einem Vertragsabschluss verknüpft – hierzu gibt die Stadt aus Gründen der Neutralität auch bewusst keine Empfehlung ab. Kosten für den Hausanschluss entstehen dem Immobilieneigentümer lt. Telekom in der aktuellen Ausbauphase nicht; danach aber werde dieser nur noch kostenpflichtig zur Verfügung gestellt.

Brauche ich überhaupt Glasfaser?

Dass in der Regel die mit Glasfaser mögliche Bandbreite im Gigabit-Bereich aktuell nicht benötigt wird und die derzeitige Versorgung ggf. ausreicht, sollte aus Sicht der Stadt kein Grund für das Ablehnen der kostenfreien Anschluss-Errichtung sein. In den vergangenen Jahren hat sich nämlich bestätigt, dass der Bandbreitenbedarf permanent weiter wächst: Pandemie-bedingt beschleunigt auch im privaten Bereich u.a. durch Homeoffice, Homeschooling oder Videokonferenzen. Es ist davon auszugehen, dass im Laufe des nächsten Jahrzehnts die Bandbreiten auf Basis der klassischen Kupfer- und Koaxial-Technologie nicht mehr ausreichen werden. Für Schulen und Unternehmen gilt das meist schon heute.

Welche Auswirkungen haben die Baumaßnahmen?

Der Ausbau hat selbstverständlich auch negative Effekte: Neben der Bindung von Kapazitäten der Verwaltung für Koordinierung und Genehmigung werden die umfangreichen Baumaßnahmen zu Einschränkungen, Lärmbelästigungen und Verkehrsbehinderungen führen. In der Summe aber sind jegliche eigenwirtschaftliche Ausbau-Vorhaben der Netzbetreiber zu begrüßen, da in die so errichtete Infrastruktur dann keine öffentlichen (Steuer-)Gelder fließen müssen. Wo immer es möglich ist, versucht die Stadt, den Ausbau so zu beeinflussen, dass Verkehr, Bürger, Veranstaltungen, Geschäfte und Unternehmen so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Gänzlich zu vermeiden ist dies aber nicht.

Was machen die anderen Telekommunikationsfirmen?

Parallel zu dem Ausbau der Telekom hat auch der zweite Anbieter, der über ein eigenes kabelgebundenes Netz in Bad Tölz verfügt, nämlich Vodafone, eine Verbesserung der Bandbreite im Stadtgebiet angekündigt. Details zu den notwendigen Baumaßnahmen sind noch nicht bekannt.

Wird alles diesen privaten Firmen überlassen?

Neben diesen Aktivitäten verlegt die Stadt vorsorglich Leerrohr-Strukturen bei ohnehin stattfindenden Baumaßnahmen mit (z.B. im Gries oder in der Bairawieser Straße), die dann später an einen Betreiber verkauft werden können. Das spart Geld bei der Verlegung und vermeidet zusätzliche Baustellen. Und auch der für die Telekommunikations-Unternehmen unwirtschaftliche Ausbau einzelner Höfe und kleinerer dörflicher Gebiete in den Randbereichen des Stadtgebietes wird dieses Jahr weiter vorangetrieben. Hier muss allerdings die Stadt aktiv werden. Sie nutzt für diese Ausbau die Bayerischen Breitband-Förderverfahren.

An wen kann ich mich für Fragen wenden?

Über Bandbreiten, Verträge, Kosten und eine evtl. Ausbauplanung für konkrete Anschriften informieren die Netzbereiber bzw. der eigene Vertragsanbieter. 

 

Ihre Ansprechpartner für Wirtschaftsförderung und Standortentwicklung
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Wirtschaftsförderung und 
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Wirtschaftsförderung und 
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